schueler5.jpg
Bild 1 - Ein Freedom Writer redet einem jüngeren Schüler ins Gewissen
Bild 2 - beim Tagebuchschreiben

Die Schüler

»Sie wird nicht einen Tag durchhalten.«
»Ich gebe ihr eine Woche.«


Am ersten Tag in der High School hatten wir nur drei Dinge gemeinsam: Wir hassten die Schule, wir hassten die Lehrer, und wir hassten einander. Auch wenn keiner es aussprach, wir alle wussten, dass man uns abgeschrieben hatte. Schlechte Noten, Jugendstrafen und Rassenfeindlichkeit – so hatte uns das Erziehungssystem eingeordnet:
»nicht erziehbar«, »unterdurchschnittlich«, »Delinquenten«.

Irgendwie hat Miss G die Ähnlichkeiten erkannt, die uns alle miteinander verbanden, und brachte uns dadurch zusammen. Sie gab uns Bücher zu lesen, die von Teenagern geschrieben waren und mit denen wir etwas anfangen konnten.

Wir begannen anonym Tagebuch zu schreiben über die Probleme, mit denen wir jeden Tag zu tun hatten: über Jugendgangs, Einwanderer, Drogen, Gewalt, Missbrauch, Tod, Magersucht, Teenager-Liebe, Übergewicht, Scheidung, Selbstmord und viele andere Dinge.

Wir entdeckten, dass das Schreiben eine starke Möglichkeit ist, sich auszudrücken und sich selbst zu finden. Schulraum 203 war unser Zufluchtsort, wo wir weinen, lachen und unsere Storys lesen konnten, ohne dafür verurteilt zu werden.
Besuchen Sie uns auf Facebook